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Mit Mathilde
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Alexandra Gusetti: Mit Mathilde, Verlag Bibliothek der Provinz, Gmünd 2025.
ISBN 978-3-99126-392-0, 136 Seiten, Hardcover, € 20,-
„Eines Tages kam sie zu mir. Sie kam an einem kalten grauen Februartag. Mathilde rief mich lautlos, sprachlos, ein liebevoller Schatten. Sie zog mich heftig und doch sanft in ihre Zeit. Unverhofft nahm ich ihre Gegenwart auf, folgte ihr in ihre Welt…“
Spontan und unverhofft kreuzt sich der Lebensweg der Erzählerin mit jenem Mathildes, einer gehörlosen jungen Frau, die in den Wirren der 1920er Jahre in einer psychiatrischen Anstalt strandet und 1940 in Hartheim ermordet wird. Stück für Stück dringt brüchige Vergangenheit an die Oberfläche, bis sich ein Ganzes formt. Über Zeitferne hinweg entsteht ein feiner, sensibler Dialog über Liebe, Verbundenheit, Hilflosigkeit – sowie über die Erschütterung wozu wir Menschen fähig sind.
Ein Beitrag zur Auflösung transgenerationaler Traumata –
und zu einem bedingungslosen Nie Wieder.
Rezension zu „Mit Mathilde“ von Ida Dehmer in BücherSCHAU Nr. 237 1|2026 – pdf anzeigen
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Kopfüber in die Freiheit
Von Aufbrüchen, Ungehorsam und Neubeginn
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Alexandra Gusetti: Kopfüber in die Freiheit Von Aufbrüchen, Ungehorsam und Neubeginn der blaue reiter, Verlag für Philosophie, Hannover 2021
ISBN: 978-2-933722-76-8, 298 Seiten, Paperback, € 17,90
Anhand ihres Lebenswegs stellt sich die Philosophin Alexandra Gusetti den großen Fragen des Lebens: Wie ist das mit Identität, mit Liebe und Sexualität, mit Trauer, mit Unrecht, Schuld und Vergebung? Welche Wirkung haben Rollenvorbilder für Frauen und Männer? Wie fühlt es sich an, sich als Frau ein eigenes Leben zu erkämpfen? Alexandra Gusetti erzählt authentisch von widrigen schicksalhaften Lebensumständen, tiefen Verletzungen, innerem Ungehorsam und mutigen Aufbrüchen. Im Wechselspiel autobiografischer Erzählungen mit Interviews und philosophischen Reflexionen wird deutlich, wie die Auseinandersetzung mit der Philosophie zu einem gelingenden Leben beitragen kann.
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Kopfüber in die Natur
Können wir lernen Natur zu sein?
Alexandra Gusetti: Kopfüber in die Natur – Können wir lernen Natur zu sein? Verlag der blaue Reiter, Verlag für Philosophie, Hannover 2014
ISBN 978-3-933722-40-9, 264 Seiten, gebunden, € 34,90
In ihrem Buch folgt Alexandra Gusetti mittels wissenschaftlicher Analyse, jedoch mit erzählerischer Leichtigkeit der Kulturgeschichte ganzheitlicher, abendländischer Naturphilosophie. Scheinbar komplizierte Zusammenhänge werden auf verständliche und lustvolle Weise dargestellt. Im Anschluss an die kulturgeschichtliche Reise folgt die Autorin einer völlig neuen Spur in ein inklusives Naturverständnis. Eine Philosophie, die uns an unser eigenes (erfrischendes) Natur-Sein erinnert und wertschätzen – den Naturumgang einfach und selbstverständlich macht.
Rezension von Dipl.-Psych. Jana Lemke, Universität Frankfurt – pdf anzeigen
Rezension von Ursula Ploschnik – erschienen im Journal „Abenteuer Philosophie – die Kunst zu leben“, Ausgabe Jänner bis März 2016 – Bild anzeigen
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Die Kunst des Qi Gong und Tai Chi
Alte Wege neu beschreiten
Alexandra Gusetti: Die Kunst des Qi Gong und Tai Chi
Alte Wege neu beschreiten
Theseus, Stuttgart 2008
„QI Gong und Taichi sind östliche Bewegungskünste, die das Wissen um die Fähigkeiten vermitteln Qi (Lebensenergie) aufzubauen, ins Fließen zu bringen und zu regulieren.“
Dieses Buch bietet dazu eine zeitgemäße Methode des Lernens an, die individuelle Zugänge berücksichtigt und neue Impulse und Anregungen für eigenes Üben gibt. Dieser „Lernweg“ stellt freies Lernen mit Freude, Achtsamkeit und vielen Übungsanregungen in den Mittelpunkt.
“Die Kunst des QI Gong und Tai Chi“ soll einladen, Erfahrungen zu sammeln, „wissbegierig“ zu werden und erlebte Erfahrung in den Alltag einfließen zu lassen. Ein zeitgemäßer Ansatz der fundiert, jedoch recht unkompliziert gehalten ist.
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Therapeutisches Qi Gong. Die Kunst der Arbeit mit Qi
Alexandra Gusetti: Therapeutisches Qi Gong
Die Kunst der Arbeit mit Qi, Qi Gong im Kontext chinesischer Medizin und Energetik
Bacopa Verlag, Schiedlberg, 2. Auflage 2016
Dieses Buch soll ein Beitrag sein, chinesische Medizin und QI Gong fundiert zu verbinden und die therapeutischen Aspekte des Qi Gong in Praxis und Theorie zugänglich zu machen. Es kann eine gute Grundlage sein, für jeden Qi Gong Praktiker/in, der/die Lust hat, diesen alten Weg der „Selbstpraxis“ sowohl in seinen Anfängen zu „erspüren“ als auch das erworbene Wissen über die QI Gong-Praxis zu vertiefen und in therapeutische Anwendungen zu integrieren. Therapeutisches Qi Gong ist als zusätzliche Therapie bei Erkrankung und Regeneration ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Medizin.
Aus welchen kulturellen Kontexten man auch stammt oder welchen man sich zugehörig fühlt, „Üben“ (mit und an sich arbeiten) kann jeder, das wussten die alten ChinesInnen. Grundlagen, Basiswissen und komplexe therapeutische Erläuterungen über die Praxis der „Arbeit mit Qi“ sind uns erhalten und zugänglich – und das ist die unglaubliche Leistung dieser östlichen Kultur.
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Aktuelle Termine hierzu finden Sie hier
Artikel / Presse
Gespräch zu „Mit Mathilde“: „Vom weltöffnenden Gefühl der Berührbarkeit“
Dolomiten, Tagblatt der Südtiroler, Fr/Sa/So, 24./25./26. April 2026, S. 8
[…]. Über das Erzählen hinweg entsteht ein feiner Dialog zwischen Ich-Erzählerin und Hauptfigur, ein Mix aus historisch gesicherten Daten wie die eingestreuten Krankenakte des Archivs
des Landeskrankenhauses Hall oder die Aufenthaltsbescheinigungen des Netzwerks St. Josef in
Mils und Fiktion. Ein Gespräch mit fünf Fragelinien: politisch, philosophisch, spirituell, narrativ
und persönlich.
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Buchtipp: „Mit Mathilde“
Pfarrzeitung St. Nikolaus Hall in Tirol, Frühjahr Sommer 2026, S. 17
„Mathilde“ ist die Lebensgeschichte einer jungen taubstummen Frau in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Jugendzeit erlebte sie mit 7 Geschwistern wohl behütet im Schoß der großen Familie, die dann in den turbulenten Zwischenkriegszeiten zunehmend in finanzielle und räumliche Bedrängnis kam und Mathilde nicht mehr zu Hause betreuen konnte. …
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Buchrezension: „Mit Mathilde“
Ida Dehmer. in BücherSCHAU Nr. 237 1|2026
Ein Ausflug mit der Cousine führt die Autorin mehr zufällig als geplant nach Schloss Hartheim bei Linz, wo die Nazis zwischen 1940 und 1944 rund 30.000 Menschen ermordeten, weil sie ihr Leben als unwert erachteten und die deutsche Rasse rein halten wollten. Da steigt in Alexandra Gusetti eine dunkle Erinnerung auf, dass auch ein Mitglied ihrer Familie väterlicherseits hier möglicherweise ein schreckliches Ende gefunden hat. …
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Buchrezension: Beitrag zum bedingungslosen „Nie wieder“
Zammer NS-Euthanasieopfer Mathilde Tschom ist ein Roman gewidmet.
Daniel Haueis. in: Oberländer Rundschau – 4./5. März 2026
Eine taubstumme Frau, die in Zams aufgewachsen ist, wurde 1940 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Dank der Autorin und ihrer Verwandten Alexandra Gusetti ist sie nun Hauptdarstellerin eines Romans: Mathilde Tschom.
„Ich wache auf und sehe Mathilde. Ich treffe mich mit Freunden, Mathilde begleitet mich. Ich gehe raus, arbeite, lebe, schlafe, wache, träume und treffe Mathilde. Sie ist stets zugegen“ – so beginnt der Roman „Mit Mathilde“ von Alexandra Gusetti. Die Oberösterreicherin ist bei einem Besuch von Schloss Hartheim auf ihre Großtante Mathilde Tschom gestoßen, die 1940 in dieser Tötungsanstalt der Nationalsozialisten umgebracht wurde. …
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Beitrag zur Lesung „Mit Mathilde“: Geschichte, die berührt
Alexandra Gusetti und Manfred Jenewein in Zams
Alois Pircher. in: Oberländer Rundschau – 24. März 2026
Der Landecker Historiker Manfred Jenewein und die Philosophin Alexandra Gusetti sprachen bei einer Lesung in der Bücherei Zams über das Zammer Zeitgeschehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. […]
Mathilde wurde 1890 in Zams als Tochter des Eisenbahners Josef Tschom und seiner Frau Katharina geboren. Josef Tschom hinterließ im Oberland als aktiver Gewerkschafter und aufrechter Sozialdemokrat – er war der erste Bezirksvorsitzende der Sozialdemokratischen Bewegung in Landeck – seine Spuren. Mathilde erkrankte im Alter von fünf Jahren an einer Gehirnhautentzündung und verlor daraufhin ihren Gehör- und Sprachsinn. …
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Weitere Artikel / Presse
Wie die Psyche gesund bleibt – Ein Danke und eine Ermutigung für Neu- und Quereinsteiger:innen. in: OÖ LKUF Vitabene 2024 – pdf anzeigen
Seinen Platz einnehmen – Lebensgestaltung auf der Basis von Philosophie, Taijiquan und Qigong. in: Taijiquan & Qigong Journal, Heft 92, Mai – Juli 2023 – pdf anzeigen
Interview mit Dr. Alexandra Gusetti: Burn-out-Behandlung – Mit meditativen östlichen Praxisformen tragfähige Lebenskonzepte entwickeln. Interview im Taijiquan & Qigong Journal Februar – April 2017 – pdf anzeigen
Artikel: Lehrer/innen Gesundheit – innovative Schritte in kraftvolle Richtungen – Das Projekt Gesundheitsvertrauenspersonen und der Lehrgang Public Health. Gesamter Text auf der Website des Netzwerk Lehrer/innen Gesundheit oder direkt zum pdf
Interview mit Dr. Alexandra Gusetti: Wege aus dem Ausgebranntsein – Die integrative Burnout-Therapie stellt die Suche nach tragfähigen Lebenskonzepten in den Mittelpunkt. Interview im Naturheilkunde Journal (Herausgeber/Verlag: Mediengruppe Oberfranken – 95326 Kulmbach) – pdf anzeigen
Dr. Alexandra Gusetti: Wertschätzung – what else? – Eine Reise ins Land wertschätzender Lebenshaltungen. LKUF-Newsletter 08/2016 vom 10.06.2016 – pdf anzeigen
Rezension: Jan Cornelius Schmidt: Das Andere in der Natur – neue Wege zur Naturphilosophie – Eine Reise ins Land wertschätzender Lebenshaltungen. LKUF-Newsletter 08/2016 vom 10.06.2016 – pdf anzeigen
Rezension: Gudula Linck: Ruhe in der Bewegung: Chinesische Philosophie und Bewegungskunst. Journal der blaue Reiter, 35. Ausgabe August 2014 – pdf anzeigen
Rezension von Ursula Ploschnik – Kopfüber in die Natur Journal „Abenteuer Philosophie – die Kunst zu leben“, Ausgabe Jänner bis März 2016 pdf folgt
Chinesische Heilkunde und „Notfallpunkte“ am Körper. VITAbene Das Magazin der OÖ. Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge, Dezember 2012 – pdf anzeigen
Postmoderne Wertebildung für Schulen. Grundlagenpapier im Auftrag BMUKK, Abteilung für Internationale Angelegenheiten, BMUKK, November 2010 – pdf anzeigen
What’s going on with Life Sciences? Kontraste, Presse- und Informationsdienst für Sozialpolitik, 7 / 2010, Kepler Universität Linz, www.gespol.jku.at – pdf anzeigen
Ambivalenzen der Biowissenschaften – Biowissenschaftliches Können als Dienst am Menschen versus biointegrity und das „Recht auf genetischen Zufall“ als Voraussetzung menschlicher Freiheit. Kontraste, Presse- und Informationsdienst für Sozialpolitik, 10 / 09 Kepler Universität Linz, www.gespol.jku.at – pdf anzeigen
Frauen und Männer der Mystik. Kontemplation und Mystik, Würzburger Schule für Kontemplation, Heft 1, Jänner 2009 – pdf anzeigen
Meditatives Üben als Selbsterkenntnis. Helmut Oberlack (Hg.): Taijiquan & QiGong Journal, Heft 30, Hamburg 2008 – pdf anzeigen
Ein benutzbares Quantenwissen. Helmut Oberlack (Hg.): Taijiquan & QiGong Journal, Heft 19 und Heft 20, Hamburg 2005
Ein benutzbares Quantenwissen – focusorientiert. Deutsches Ausbildungsinstitut für Focusing und Focusing-Therapie (Hg.): Focusing Journal Nr. 13, Würzburg 2004
Radio / Video / Texte
Über die Farben der Liebe
Liebe – ein großes Thema, ein weites Land – unendlicher Horizont. Die Liebe gehört zu uns Menschen – ohne Liebe sind wir nichts. Wir können uns ihr annähern, sie suchen, finden, sie wachsen und entstehen lassen. Liebe will gehört, gesehen und gepflegt werden. Darüber hinaus ist sie auch einfach da – zu unseren Liebsten, in uns, rund um uns, zu Kindern, Eltern, Freunden, der Natur, zur Welt und darüber hinaus.
Wir reisen zur hellen Farbe der Liebe als Freude, zur tiefen, satten Farbe der Liebe in Beziehung und münden in Hanna Arendts wunderschönen tragenden Begriff der Amor Mundi, einer Liebe zur Welt, die in Zeiten wie den unseren, Inspiration und Motivation sein kann. Arendts Amor Mundi ist ein unendlich sinnstiftender Horizont, über den es lohnt zu hören - eine starke Farbe voll Hoffnung und Zuversicht. Viel Freude beim Hören!
Einatmen – Ausatmen – und was es sonst noch so alles gibt …
Eine kleine, humorvolle Hör-Reise rund um einfaches, wunderbares, erstaunliches Einatmen – Ausatmen.
Was haben ein Roman über ein superschickes trendiges Achtsamkeitsretreat, eine Supervisionsgruppe und die Tatsache, dass Trends kommen und gehen, gemeinsam?
Und warum tauchen dabei plötzlich Elefanten und alte griechische Philosophie auf – und inspirieren uns ganz nebenbei zu Einatmen – Ausatmen, Klarheit, Mut und Freundschaftlichkeit?
All das – und noch ein bisschen mehr – gibt es in dieser Podcastfolge.
Buchtipp: Maxim Leo: Einatmen. Ausatmen. – ein humorvoller Roman über Achtsamkeit, Sinnsuche und die überraschenden Begegnungen, die uns verändern. Kiepenheuer-Witsch, 2026.
Nein heißt Nein und Ja heißt Ja
In dieser Podcastfolge geht es um die Kraft klarer Grenzen, um ehrlichen Jas und mutige Neins,
denn: Nein heißt Nein und Ja heißt Ja.
Gerade in Zeiten wie den unseren wird es immer wichtiger, für ein respektvolles, demokratisches Miteinander einzustehen und klare Haltung zu zeigen – gegen Respektlosigkeit, Gewalt, Sexismus, Abwertung, u.v.m. Anhand vieler kleiner und großer Beispiele versteht sich diese Podcastfolge als Einladung, ehrliche Jas und Neins zu formulieren und daran zu arbeiten, die eigene Stimme mutig einzusetzen. Denn: Grenzen zu setzen ist kein Zeichen von Härte, sondern von Selbstachtung – und auch von Respekt gegenüber anderen. Wer Nein sagen kann, kann auch wirklich von Herzen Ja sagen.
Eine Hör-Reise rund um all dies und einiges mehr – viel Freude beim Hören.
Buchtipp: Maike Schöfer: Nö. Eine Anstiftung zum Neinsagen, Piper Verlag, 2025.
Feminismus – für Frauen, für, Männer, für Alle
Was bedeutet eigentlich Feminismus? Wovon reden wir, wenn wir über Feminismus sprechen – und – ist das nur für Frauen was? Oder könnte es doch für alle Menschen eine wichtige Bewegung, Haltung, Ausrichtung sein?
Wir folgen den Spuren der feministischen Bewegung mit einem Rückblick auf unsere Kulturgeschichte, reisen in Zeiten der Aufklärung, zu humanistischem Gedankengut und lassen uns von großen Frauen mitnehmen in Aufbrüche der Befreiung und Veränderung.
In Zeiten wie diesen, scheint es wichtiger denn je, für Geschlechtergerechtigkeit und für ein Ende von überalterten, öden und einschränkenden Rollenzuschreibungen einzutreten. Eine spannende Hör-Reise als Inspiration und Denkanstoß mit viel Erhellendem, Erstaunlichem…
Viel Freude beim Zuhören!
Offenheit
Ein Wert, ein Begriff, ein Thema dem wohl niemand seine Wichtigkeit absprechen wird. Ein offener, weiter Geist, ein offenes Herz scheint wichtiger denn je – und doch – man redet über Achtsamkeit, über Gelassenheit, Wachsamkeit, aber wo bleibt die Aufmerksamkeit für Offenheit?
Nun ja, unsere Zeit lädt nicht gerade dazu ein. Skepsis und Wachsamkeit scheint angesichts von Fake News, angesichts all der Verlockungen, Versuchungen und Ausverkäufe unserer Integrität angesagter. Vielleicht aber gelingt es ein paar zeitgemäße Gedanken zu spinnen, was es denn braucht, um einen offenen Geist zu stärken und warum solch eine Haltung sinnvoll scheint.
Juddi Krisnamurti, ein indischer Philosoph und radikaler Freigeist des 2o. Jahrhunderts, hat einige wunderbare Denkspuren, die uns zu unserem Them auf die Sprünge helfen. Ich denke, unsere Fürsorge, unsere Aufmerksamkeit für einen offenen, weiten Geist ist unglaublich wichtig. Man muss sein Haus in Ordnung halten, weil das nämlich niemand sonst für uns tut, kein Guru, keine Religion, kein noch so weiser Mensch – das müssen wir schon selber tun.
Schauen wir, was wir darüber herausfinden können. Ich freue mich auf euer Mit-dabei-sein, über euer Interesse und los geht’s.
Buchtipp:
Juddu Krishnamurti: Aus dem Schatten in den Frieden, 1983, Deutsche Fassung Berlin 1986
sowie: Einbruch in die Freiheit, 1969, deutsche Fassung: derzeit München 2023.
sowie: Jenseits der Gewalt, 1973, deutsche Fassung, 1994 München.
Pazifismus – und warum wir darüber reden müssen
Die Rede über Pazifismus scheint nie zeitgemäß. In Friedenszeiten als unnötig abgetan, muten pazifistische Haltungen angesichts von Kriegshandlungen naiv oder altmodisch an.
Und doch – die norwegische Journalistin Linn Stalsberg stellt, ganz im Sinne Bertha von Suttners, die eindringliche Frage: Was gibt es Altmodischeres als den Krieg? (Buchtipps siehe Textende)
Eine Hör-Reise zu Haltungen eines zeitgemäß undogmatischen Pazifismus, der auf Friedensarbeit, Diplomatie und Friedensbildung setzt und uns auffordert, alle Möglichkeiten der Konfliktlösung auszuschöpfen, bevor wir gewaltsamem Widerstand zustimmen. Eine Reise zu unseren Talenten der Friedens- und Konfliktfähigkeit und warum es absolut fortschrittlich ist diese zu stärken. Wir reisen zur Erzählung eines modernen zukunftsfähigen Menschenbildes: eines Menschen, der des Friedens fähig ist und staunen darüber, was all dies mit der Frauenbewegung des beginnenden 20. Jahrhunderts zu tun hat. Wir folgen der Fährte all der Chancen, die wir als friedensbewegte Menschen haben – im öffentlichen Raum und auf ganz alltäglicher Ebene!
Bertha von Suttner glaubte fest an die Zusammenarbeit beider (aller) Geschlechter. Für sie war die Friedensbewegung kein Anliegen einzelner Gruppen, sondern eine gemeinsame Aufgabe – denn Frieden geht uns alle an.
Buchtipps:
Linn Stalsberg: Krieg ist die Verachtung des Lebens. Ein Essay über den Frieden, Kommode Verlag, 2025.
Birge Krondorfer, Irmtraud Voglmayr (Hg.): Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven, mandelbaum verlag, 2025.
„Mit Mathilde“ kurze Buchvorstellung
Alexandra Gusetti: Mit Mathilde. Roman. Verlag Bibliothek der Provinz, 2025
Ein gehörloses Mädchen wächst mit sieben Geschwistern in einem Tiroler Dorf auf. Ein liebevolles,
fortschrittliches Elternhaus bietet ausreichend Schutz und Fürsorge. Nach dem frühen Tod des Vaters zieht
die Familie nach Salzburg. Armut, Durch die Wirren der 1920er Jahre, familiäre und existenzielle Not strandet Mathilde in einer psychiatrischen Anstalt. 1940 wird sie nach Hartheim deportiert und ermordet.
Spontan und unverhofft kreuzt sich der Lebensweg der Erzählerin mit jenem Mathildes. Stück für Stück dringt brüchige Vergangenheit an die Oberfläche, bis sich ein Ganzes formt. Über Zeitferne hinweg entsteht ein feiner, sensibler Dialog über Liebe, Verbundenheit, Hilflosigkeit – sowie über die Erschütterung, wozu wir Menschen fähig sind.
Ein Beitrag zur Auflösung transgenerationaler Traumata und zu einem bedingungslosen Nie Wieder.
Gewohnheiten und Veränderung
Menschen leben und lieben ihre Gewohnheiten, manche mehr, manche weniger. Die einen hängen mehr an Vertrautem, die anderen suchen mehr das Neue, Chaotische, Unbekannte…
Jedoch – Gewohnheiten, und das ist nichts phänomenal Neues – geben Sicherheit. Interessanterweise aber halten Menschen oft auch dann an ihren Gewohnheiten fest, wenn diese schon längst nicht mehr sinnvoll sind, beharren auf Traditionen, weil`s doch so schön ist…
Eine kleine Hör-Reise rund um dieses allzu menschliche Phänomen – im Persönlichen wie auf gesellschaftlicher Bühne. Wie steht es um die Anfänge des Gewohnten, um die Pflege wunderbarer Gewohnheiten? Wie kann ein Loslassen und der Beginn von Neuem, weniger Vertrautem, gelingen? Warum gelingt es uns manchmal Neues zu etablieren und andere Male weniger? Alltägliches, Kluges, Banales und Philosophisches…
ÜBer Wundern und Staunen
„Verwunderung (thaumazein) veranlaßte zuerst wie noch jetzt die Menschen zum Philosophieren, indem man anfangs über die unmittelbaren sich darbietenden unerklärlichen Erscheinungen sich verwunderte, dann allmählich Fortschritt und auch über Größeres sich in Zweifel einließ.“ Aristoteles Metaphysik
In der Philosophie, von Philosophinnen und Philosophen wird gerne vergessen, dass nicht intellektuelle Erkenntnis am Beginn wahrhaften Philosophierens steht, sondern ein schlichtes, einfaches Sich-Wundern. Es ist, als ob die gute alte Philosophia uns sagen möchte: Bitte Geduld ihr Lieben, ihr dürft schon noch kluge Wege der Erkenntnis beschreiten, aber zuvor, lasst bitte Staunen und Wundern eure Gäste sein. Lasst dies zu, denn sonst kommt hinterher nichts Gutes raus.
Hanna Arendt erinnert uns, dass es sich dabei nicht nur um leise staunende Empfindungen handeln muss, sondern möglicherweise auch um erschütternde aufrüttelnde Momente der Verwunderung, der Fassungslosigkeit, die uns unser Nicht-Wissen oder unsere Täuschungen zu Sachverhalten erkennen lassen.
Wir dürfen bereit sein, uns immer wieder zu verwundern, zu staunen, um neue Reisen zu beginnen, und Offenheit zuzulassen. Wir dürfen uns vom Wundern und Staunen berühren lassen und immer wieder zurückkehren, zu sokratischem: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“
Geschichten erzählen…
ein vielleicht etwas ungewöhnliches Thema für diesen Podcast. Und doch – die menschliche Vorliebe für Geschichten ist etwas sehr Bemerkenswertes, Erstaunliches, denn: Menschen lieben Geschichten. Wir hören, lesen, erzählen Geschichten, gehen ins Kino, ins Theater und sehen fern. Die große Bühne des Theaters steht schon seit ewigen Zeiten für uns bereit!
Diese liebenswerte menschliche Vorliebe, Eigenart, Fähigkeit ist etwas Wunderbares, jedoch droht ob dieser Geschichte-erzähl-Leidenschaft auch Verführbarkeit. Das medial schon etwas abgegriffene Wording des Narrativs zeigt, wie wichtig es zu sein scheint, über die richtige Erzählung zu verfügen, will man öffentlich Punkte sammeln. „Reinkippfallen“ drohen in sozialen Medien und bei vereinfachter Berichterstattung vielerorts.
Bei aller Vorsicht bewahre man sich bitte die Fähigkeit, sich vom Geschichten-erzählen bezaubern zu lassen. Eine kurze Hör-Reise rund ums Geschichten erzählen. Wir reisen zu Erstaunlichem großer und kleiner Bühnen, reisen zu Lebensgeschichten, tauchen ein in Philosophisches und Triviales.
Berührbarkeit
Nach Hannah Arendt ist das Gefühl der Berührbarkeit wesentlich und konstruktiv für unser gemeinschaftliches, gesellschaftliches Miteinander. Sie zählt Berührbarkeit zur Kategorie der weltöffnenden Gefühle, die wesentlich zu einem gelingenden Miteinander beitragen. Konstruktive Denkspuren in Zeitgeschichte und Wissenschaften sind zumeist von mitfühlender Umsicht getragen.
In bildungspolitischer Hinsicht ist ein Blick auf Daten, Fakten, Historie und Forschung, so unbenommen wichtig dies ist, oftmals zu wenig, um Einsicht und Verstehbarkeit auf den Weg zu bringen. Erst wenn wir uns der Geschichte öffnen, in Lebensgeschichten, Erfahrungen, Lebensschicksale eintauchen, uns berühren lassen, gelingt wahrhaftige Erkenntnis. All dies erleben wir in unserem heurigen 80jährigen Gedenkjahr in Form von Zeitzeugenberichten, in den Erzählungen von Lebensschicksalen einmal mehr wieder. Eine kleine Reise rund um einen schönen und zeitgemäß bedeutsamen Begriff.
Selbstbehauptung
Selbstwert - Selbstbestimmung, nach diesen beiden Themen nun das dritte im Bunde - Selbstbehauptung.
Sich zu zeigen, sich mit Standpunkten, Werten, Äußerungen und Handlungen kundzutun, sichtbar zu werden, sich behaupten zu können, Standfestigkeit beweisen, auch wenn…?
Ganz klar zu sagen, dies und das fordere ich, dafür stehe ich ein…?
Ich vermute wenige haben´s in Kindertagen gut gelernt.
Wie magst du sichtbar werden? Eine schöne Frage, die Menschen sich öfter stellen sollten!
Eine Hör-Reise rund um all dies und einiges mehr – viel Freude beim Hören.
Selbstbestimmung
Selbstbestimmter Ausdruck nach außen folgt unseren Gedanken, Empfindungen, Vorstellungen, Wichtigkeiten und Werten, setzt etwas Willensfreiheit und eine Brise innere Freiheit voraus. Wo und wie werde ich agieren? Bringe ich mich ein, mische ich mit oder halte ich mich raus?
Nach Martha Nussbaum braucht es für ein glückendes und selbstbestimmtes Leben eine Vorstellung des „eigenen Guten“ sowie des „guten Lebens im Miteinander“. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass Menschen eine Vorstellung von solch einem „Guten“ haben. Viele Menschen können sich ihre Lebensbedingungen wenig aussuchen, aber wenn wir etwas Gestaltungsfreiheit haben, sollten wir diese doch nutzen! Eine Reise rund um dem Wert der „Selbstbestimmung“ rund um ein Thema, das Menschen schon sein Menschengedenken umtreibt. Viel Freude beim Hören!
Selbstwert
Woran erkennt man einen guten Selbstwert? Zeigt sich derselbe in unerschütterlicher Selbstbehauptung oder permanenter Selbstdarstellung oder doch ein wenig anders? Was bedeutet dieser innere Wert, den wir unserer Existenz, unserem So-Sein in der Welt zuschreiben? Was meinen wir mit einem guten Selbstwertgefühl? Eine kurze Hör-Reise zu Prinzipien einer wesentlichen Empfindung, die bewusst oder unbewusst unser Da-Sein prägt. In Zeiten, in denen viele Menschen Gefahr laufen populistischer Rede in die Falle zu gehen, scheint ein Nachdenken über Selbstwertgefühle unerlässlich.
Viel Freude beim Reinhören!
Aus dem Fenster schauen
Ein Philosetti zum „Aus dem Fenster schauen“ Eine spielerische philosophische Reise rund um eine
eine Aussage, eine Tätigkeit, eine Analogie, eine Metapher. Wir schauen aus dem Fenster, wir schauen in die Welt, zuweilen lehnen wir uns aus dem Fenster, um gewohnte Linien zu überschreiten.
Morgens blicke ich aus dem Fenster, ein gewohnter Blick. Ein Fenster wird zu einem Fenster erst durch einen Raum, eine Wand. Ein Raum wird durch ein Fenster erst zu dem, was er sein soll, einer Hülle, einem Schutz mit Sicht, einer Unterkunft mit Ausblick.
Ich erinnere Frauen aus meiner Kindheit, deren Beschäftigung tagsüber hauptsächlich darin bestand aus dem Fenster zu schauen. Als Kind war ich vor ihnen auf der Hut, kein Entkommen, weil weniger folgsam…Vielleicht war es für die Frauen eine Möglichkeit diesen kleine Ausschnitt der Welt etwas unter Kontrolle zu bringen.
Ein Blick aus dem Fenster, ein Blick ins Grün, in die Weite, kann helfen innerlichen Raum zu schaffen, wo immer auch, in Besprechungen, Gesprächen, blick kurz zur Seite, schau aus dem Fenster.
Eine schöne Beschreibung dazu von Iris Murdoch, einer Philosophin des 20 Jh., die schreibt:
In einer aufgewühlten verärgerten Stimmung sehe ich aus dem Fenster. Meiner Umgebung bin ich kaum gewahr, vielleicht grüble ich nach über einen Ansehensverlust, den ich erlitten habe. Dann sehe ich plötzlich einen schwebenden Falken. Mit einem Mal ist alles verändert. Das grübelnden Selbst mit seiner verletzten Eitelkeit ist verschwunden. Jetzt gibt es nichts als den Falken. Und wenn ich dann meine Gedanken über die andere Sache wieder aufnehme scheint sie weniger wichtig.
Aus dem Fenster schauen.
GesundSein
Eine Hör-Reise rund um und mitten hinein in Themen der Gesundheitsförderung. Ein Ausflug ohne Tipps und Ratschläge, vielmehr eine Reise, die versucht zu zeigen, wie persönlich interessant, gemeinschaftlich und gesellschaftlich relevant Gesundheitsförderung ist.
Die WHO definiert Gesundheit als physisches, psychisches und soziales Wohlergehens. Warum sollen wir uns das heute so dringlich in Erinnerung rufen? Die Gründung der WHO 1948 sollte verdeutlichen, dass wir alle eines umfassenden Gesundheitsbegriffes bedürfen, der Gesundheit als zentralen wichtigen Wert in Gesellschaften verankert. Die Grundprinzipien der WHO, getragen von den Werten der AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) 1945, beeinhalten, dass Menschen fühlende, verletzbare Wesen sind. Sich dies bewusst zu machen, scheint wichtig in Zeiten, in denen Menschen Gefahr laufen, wohl sich selber, jedoch weniger den anderen als des Schutzes bedürftig anzusehen.
1986 wurde schließlich die sogenannte, bis heute gültige, Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung verabschiedet. Die Charta ist ein nach wie vor gültiger, inspirierender Leitfaden zu ganzheitlicher, sinngeleiteter, humanistischer Gesundheitsförderung.
Hoffnung
Wir brauche Hoffnung – das ist kein Ratgeberslogan, kein billiger Positivismus der Daten und Fakten ausklammert, sondern etwas wirklich Wahres, Wichtiges. Hoffnung ist wohl ein Wert, eine Einstellung, eine Gestimmtheit, ein Aufmerksamkeitsfokus, der im besten Fall Felder der Motivation entstehen lässt und zum Handeln ermutigt. Hoffnung weiß um all das Unwägbare, geht durch das Dickicht des Lebens hindurch in die Tiefe. Ein Prinzip, das wohl in unseren Herzen wohnt und uns immer wieder zur Zuversicht ermutigt. Eine Reise zu Charakteristik, Notwendigkeit, Vernunft, Unvernunft, Absurdität und Macht von Hoffnung.
Verbundenheit
Verbundenheit zu leben - mit uns selbst, mit unseren Lieben, mit Menschen, mit Natur und einem Darüber-hinaus macht Sinn. Aber wovon sprechen wir eigentlich? Was bedeutet Verbundenheit mit sich selbst, Selbstsorge, Achtsamkeit? Was macht Verbundenheit mit unserer Mit-Welt zu einer heilsamen Lebensqualität? Wie können wir der Selbst-Isolation, in der viele Menschen leben, entgehen, und sinnvolle Bezogenheit zum Leben pflegen – ehrlich, aufrecht, liebevoll? Eine Reise zu Philosophie, Mystik, meditativer Erfahrung, zu einfacher unaufgeregter Lebensqualität als Bereicherung.
Liebe
Die Liebe gehört zu unserem Mensch-Sein, ohne Liebe sind wir nichts. Viel besungen, viel beschrieben- und doch entzieht sich die Liebe einer genauen Analyse. Gut so, denn wir können uns ihr annähern, ihr zuhören, uns von ihr überraschen lassen - und sind doch ein Leben lang aufgefordert, sie immer wieder auch zu suchen.
Eine Hör-Reise zur Philosophie von Philia, Eros und Agape, zu Vielfältigkeit, Dynamik und Schönheit der Liebe. Inspiration und Anregung einmal mehr über die Liebe nachzusinnen…
Über die Klugheit
„Sei klug“ meint „Sei g´scheit“, meint: „Überleg dir wie was gut gelingen kann, achte auf gute Vorgehensweisen!“ In alter griechischer Philosophie als Phronesis benannt, ist sie als Mittlerin zwischen Vernunft und Weisheit vor allem eine gute Strategin. Die Klugheit - eine schöne Instanz unseres Denkens, wenngleich sie ein bisschen altmodisch daher kommt. Gleichwohl im alltäglichen Sprachgebrauch nicht sehr üblich, verdient sie als wertvoller Bewusstseinsaspekt unsere Aufmerksamkeit.
Eine Reise zu einem schönen, oft zu wenig ge-und beachteten Denkvermögen.
Warten-können
Die Kunst des Warten-Könnens, ist ein Vermögen unseres Mensch-seins, das wir genauso brauchen wie gezielte Aktivität. Natürlich – wir könnten sagen: Wir haben doch besseres zu tun, es gibt so viel zu tun, bitte werden wir tätig, grad in Zeiten wie den unseren. Ja, stimmt total, denn es ist auch etwas, das kippen kann. Wir können was kaputt warten, immer nur warten und dann passiert gar nichts. Deshalb ist diese Podcastfolge auch keine Verherrlichung des Wartens, als ewiges Nichts-tun, sondern eine kurze Hör-Reise rund um eine Kunst, die unsere Lebenswirklichkeit bereichern kann, abseits jeder Nutzbarkeits- und Effizienzgedanken.
Die Eleganz des Pragmatismus
Was wir im Alltagsleben als praktisch bezeichnen, ist nicht per se schön, schillernd und glänzend – oder doch? Was auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein scheint, zeigt auf den zweiten Blick vielleicht dennoch sinnhafte Eleganz. Der pragmatische Blick hilft unterschiedliche Ansichten und komplexe Sachverhalte unter den sprichwörtlichen Hut zu bringen: Wie kann was gehen? Wie gelingt etwas? Wie bringen wir unsere Ideen ins Handeln, ins Tun, ganz praktisch! Verbindende Perspektiven anstatt pingeliger Spitzfindigkeiten, weil ganz praktisch gesehen … Eine Reise rund um Praxistauglichkeit, die Philosophie des Pragmatismus, und praktikabel Wege des Lebens und Lernens.
William James, einer der Hauptvertreter der Philosophie des Pragmatismus, erinnert uns zu Beginn des 20. Jh. daran, dass wir Bewohner einer wunderbaren Welt mit vielschichtigem Wahrheitsgehalt sind. Daher müssen wir, um uns verständigen zu können, praktische, praktikable Wege finden.
Sein Kollege John Dewey erfand zur gleichen Zeit praxisorientiertes Lernen in Schulen, denn fix fertig vorgestelltes Wissen schmeckt fahl und hält nicht lange an.
Über die Würde
Würde – ein interessanter Begriff und zudem immer aktuell!
Eine Reise zu den vielfältigen Aspekten rund um Würde und humanistische Lebensaspekte.
Sich daran zu erinnern, unserem Sein, unserem Handeln Würde zu verleihen, verliert nie an Kraft. Der Begriff Würde hat sich im Laufe unserer Kulturgeschichte als Beschreibung eines Prinzips entwickelt, das den inneren Wert eines Menschen bezeichnet, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Eigenschaften, Leistungen. Würde entspricht daher einerseits einem inneren unantastbaren Wert, als auch einer inneren Haltung, die uns veranlasst vollkommen selbstverständlich anderen Menschen, bzw. unserer gesamten Mitwelt mit Achtung, Respekt zu begegnen.
Wege der Frauenmystik
Innerhalb mystischer Tradition findet sich in diesen weiblichen Wegen ein zutiefst menschliches und herzliches Lebensverständnis. Liebe, Mitgefühl und recht pragmatische Beschreibungen alltäglicher Erfahrungen muten unglaublich sympathisch an.
Teresa von Avila berichtet uns über eine intensive, aber nüchterne Weise der Selbsterkenntnis, ein tiefes herzensgeleitetes Eindringen in die eigene Mitte, in ein Tiefenbewusstsein, das verwandelt und verändert. Daoistische Praktikerinnen erzählen von Reisen in blühende Welten, von Relativierung der Lebenswichtigkeiten und Harmonisierung der Persönlichkeit. Der Spur der Frauen zu folgen, die Meditation und Mystik als Praxis gelebten und erlebten Lebens betrachten, lohnt sich!
Wege der Mystik
Meditative Praxis, innere Übung - Mystik ist seit jeher fest mit diesen alten Wegen verbunden. Als Praktikerin und Philosophin bin ich diesen Spuren gefolgt und es zeigt sich eine Essenz dieser stillen Form spiritueller Selbstreflexion, die - praktikabel und heilsam - rund um die Welt ihre eigene Sprache spricht.
Natürlich sind Vergleiche in transkultureller Hinsicht immer auch ein wenig problematisch. Den PraktikerInnen rund um die Welt zu folgen, diesen oft recht stillen Wegen zuzuhören, aber lohnt sich und fördert ein zeitgemäßes, kulturübergreifendes Verständnis meditativer Übung und spiritueller Selbstreflexion.
Vielleicht ist auch ein Schatz, auf den wir schauen können, ganz gleich welcher Tradition, welcher Kultur wir uns verbunden fühlen.
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