Darf´s a bissl Pragmatismus sein? Gäste: Dr. Alexandra Gusetti & Hans Rauscher. Moderation: Andrea Hauer.

Corona und kein Ende, Klimawandel, Inflation, Differenzen in der Gesellschaft oder gar eine „Spaltung“, wie manche Menschen sagen: Das alte Jahr hört – im Allgemeinen gesprochen – nicht unbedingt gut auf. Wie beginnt das neue? Mit einer Reihe von guten Vorsätzen?

Keine Vorsätze zu fassen, wäre das die erste pragmatische Regel? Pragmatismus ist nicht nur eine philosophische Strömung, die stark vom Handeln und den praktischen Konsequenzen ausgeht, „pragmatisch“ ist wahrscheinlich jeder Mensch in seinem Leben – hin und wieder, mehr oder weniger. Würde man sonst eine schwierige Lage bewältigen oder mit unvorhergesehenen Problemen umgehen können?

„Zwischen den klaren Prognosen der Fortschritts-Euphoriker (alles wird gut) und der Kulturpessimisten (früher war alles besser)“ stehe das Pragmatismus-Prinzip für die Hoffnung auf eine gestaltbare Zukunft, schreibt der Journalist Dirk von Gehlen in seinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“. Ahnungslosigkeit und Überforderung in einer komplexen Welt sei nicht so schlimm, meint er. Viel besser sei es, sich mit Ungewissheiten, Widersprüchen und Neuem anzufreunden und vor allem zu lernen, Menschen und Meinungen zu trennen.

Würde in den augenblicklichen Diskussionen – ein Quäntchen – Pragmatismus helfen? Was bedeutet das, „pragmatisch“ große gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen? Wo wäre Pragmatismus hinderlich, wo förderlich? Muss er Idealen und Ideologien (immer) widersprechen?

Zu Gast bei Andrea Hauer sind der Kolumnist Hans Rauscher, berühmt für sein „Einserkastl“ in der Tageszeitung „Der Standard“, und die studierte Philosophin, Lebensberaterin und Tischlermeisterin Alexandra Gusetti, die in ihrer psychologisch-philosophischen Praxis in Linz gerne die Frage stellt: Wie kommen wir ins Handeln und was ist nützlich?

 

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